Bambus: Es gibt auch schöne und nicht invasive Arten

Bambus ist eine Pflanze, die unter vielen gemischte Gefühle hervorruft. Vielleicht reizend, weil der Pandabär als Hauptnahrungsquelle gilt. Aber oft abstoßend, und schon gar nicht, wenn es darum geht, einen Bambus in den Garten zu pflanzen. Bambus wird einfach schnell mit der extrem proliferierenden Art in Verbindung gebracht. Es gibt auch schöne nicht-invasive Arten, die problemlos im Garten im Freiland gepflanzt werden können. Auch invasive Arten können im Garten gepflanzt werden, aber dann müssen die notwendigen Vorkehrungen getroffen werden.

Bambus ist als aggressiver Züchter bekannt

Für viele Gartenbesitzer bedeutet das Pflanzen von Bambus im Ziergarten, nach Problemen zu fragen. Beginnen Sie mit Bambus und die erste Antwort ist ein Schrei des Grauens. Bambus? Im Garten pflanzen? Niemals das! Jeder denkt sofort, dass viele Bambussorten aggressive Züchter sind. Aggressiv unterirdisch oder verstanden. Die enorme und stark wachsende Kraft der Wurzeln einiger Bambusarten ist in der Tat beängstigend. Nichts hält diese Wurzeln zurück und bevor Sie es wissen, sprießen Sprossen aus dem Boden in Ihrem Garten. Und wenn dir das passiert, dann passiert das natürlich auch deinen Nachbarn, denn diese mächtigen Wurzeln kümmern sich nicht um eine Grenze. Eine abstoßende Reaktion ist an sich leicht zu verstehen. Was jedoch viele Menschen nicht wissen, ist, dass es auch eine Reihe von Bambusarten gibt, die ein normales Wurzelwachstum aufweisen. Diese Arten können ohne Probleme oder zusätzliche Maßnahmen in den Boden gepflanzt werden.

Wurzelbegrenzer oder Rhizombegrenzer gegen vermehrenden Bambus

Wer eine wachsende Bambusart in den Garten pflanzen möchte, kann das Wachstum der Wurzeln künstlich stoppen oder begrenzen. Hierfür steht ein spezieller Wurzelbegrenzer oder Rhizombegrenzer zum Verkauf. Dieses Produkt macht buchstäblich das, was der Name andeutet. Der Wurzelbegrenzer ist in einer Tiefe von mindestens 50 Zentimetern um den Wurzelballen herum vergraben. Oberhalb des Bodens muss der Begrenzer fünf Zentimeter über den Boden hinausragen, damit keine hohen Wurzeln austreten können. Die Enden des Begrenzers müssen in besonderer Weise übereinander gelegt und anschließend mit einer Reihe von Schrauben und Muttern gesichert werden. Dieser Verschluss erfordert auch die notwendige Aufmerksamkeit, da jedes Loch, das offen bleibt, früher oder später von einer Wurzel entdeckt wird. Beim Kauf eines Rhizombegrenzers gibt es übrigens ein gutes und übersichtliches Handbuch.
Quelle: Jos Dielis, Flickr (CC BY-2.0)

Eigenschaften der Bambuspflanze

Die Stängel einer Bambuspflanze sind innen hohl. Sie werden in regelmäßigen Abständen von sogenannten Knoten unterbrochen. Die Befestigungsstelle der Blätter befindet sich an diesen Stellen oder Knoten. Es gibt kleine Bambusarten, deren Länge nicht viel höher als 25 Zentimeter ist. Es gibt aber auch Riesenarten, die sicher bis zu 35 Meter hoch werden können und Stämme mit einem Durchmesser von 30 (!) Haben. Es handelt sich um den Dendrocalamus giganteus oder Riesenbambus. Nicht wirklich eine Art für den privaten Garten, soviel ist klar. Was an Bambus auffällt, ist die Tatsache, dass er in kalten Bergregionen und in tropischen Regionen gut gedeiht. Es gibt erschreckend schnelle Züchter unter den Bambusarten. Von den am schnellsten wachsenden Arten wurde ein spektakuläres Wachstum von einem Meter pro Tag gemessen.

Aussehen des Bambus

Wir reden immer über Bambus, als ob alles gesagt worden wäre. Das ist aber absolut nicht der Fall. Zuallererst hat "Bambus" viele verschiedene Arten und innerhalb dieser Arten gibt es eine Reihe von Sorten. Und zweitens können diese verschiedenen Typen nicht einfach verglichen werden. Vielleicht sind sie alle als Bambus erkennbar, unterscheiden sich aber dennoch stark im Aussehen. Es gibt Unterschiede in der Höhe (niedrig, mittel bis sehr hoch) und der Position der Triebe (stehend oder auffächernd).

Blühender Bambus

Die meisten Bambusarten blühen alle drei Jahre. Es gibt aber auch Bambusarten, die selten blühen. Diese Arten blühen in extrem langen Abständen, manchmal bis zu 150 Jahren. Das ist ein merkwürdiges Phänomen, aber die Tatsache, dass sie das alles auf einer großen Fläche gleichzeitig machen, ist etwas ganz Besonderes. Ein Gebiet, in dem die Bambusart nach so langer Zeit wieder blüht, kann manchmal einen ganzen Kontinent bedecken. Anscheinend braucht der Bambus so viel Energie, um zu blühen, dass die verblassten Pflanzen massenhaft absterben.

Pflege des Bambus

Wer im Garten einen nicht vermehrenden Bambus anpflanzt, muss sich danach keine Sorgen mehr machen. Sie sind einfache Pflanzen, die auf jedem Boden gedeihen. Und außerdem ist es ihnen egal, wo sie sind. Sonne, Halbschatten oder Schatten: Es ist alles gut. Bambus ist leicht zu beschneiden. Dies macht es auch als Heckenpflanzung geeignet.

Geeignete Bambusarten für den privaten Garten

Fargesia murieliae 'Super Jumbo'

Dieser nicht-invasive Bambus ist immergrün und hat einen schönen aufrechten Wuchs. Die endgültige Höhe beträgt ca. drei Meter. Dadurch eignet es sich auch als (leichte) Hecke. Für eine Absicherung müssen drei Pflanzen pro Laufmeter berechnet werden.

Fargesia murieliae 'Simba'

Diese Art wächst ziemlich schnell und bleibt auch im Winter grün. Infolgedessen wäre es für ihn am besten, als Absicherung zu dienen. Aber mit seiner maximalen Höhe von 175 Zentimetern ist es vielleicht etwas zu niedrig dafür.

Fargesia nitida

Fargesia nitida ist der am besten geeignete Bambus für den Garten. Es ist eine Art mit hohem Zierwert. Die Stängel, die schließlich eine Höhe von 2,5 bis 3,5 Metern erreichen können, sind schwarz / lila gefärbt. Dieser dunkle Stiel passt gut zu dem hellfrischen grünen Blatt. Die Blätter sind lang und schmal und verleihen der Pflanze ein luftiges und transparentes Aussehen. Es eignet sich gut als Einzelgänger. Es kommt auch in einem Topf zur Geltung. Fargesia nitida "Eisenach" hat breitere Stiele und breitere Blätter. Fargesia nitida "Nymphenburg" hat schmale und kleine Blätter, die eng beieinander stehen.

Pleioblastus viridistriata - goldener Bambus

Diese Bambusart verdankt ihren Namen den markanten gelb gestreiften Blättern. Durch diese auffällige Farbe zieht er alle Blicke auf sich. Die Farbe der älteren Stängel ist erheblich geringer. Um frische Blätter zu erhalten, empfiehlt es sich daher, die alten Blattstiele im Frühjahr abzuschneiden, damit Sie mit frischen gelbgrünen Stielen wieder in die neue Gartensaison einsteigen können. Es ist natürlich eine invasive Art, aber in unserem Klima wächst es in nicht zu großen Pollen und erreicht eine Höhe von etwa 75 Zentimetern. Aber ein genaues Auge auf ihn ist ratsam!

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