Vermieten Sie Ihr Haus - Möglichkeiten zur vorübergehenden Vermietung

Es kann viele Gründe geben, warum Sie Ihr Haus vorübergehend vermieten möchten. Vielleicht machen Sie eine Weltreise, Ihr Haus steht schon länger zum Verkauf oder Sie arbeiten ein Jahr im Ausland. Das Risiko einer vorübergehenden Anmietung bestand immer darin, dass Mieter Ihr Haus nach dem vereinbarten Zeitraum nicht mehr verlassen. Das Mietrecht ist in den Niederlanden sehr stark. Seit dem 1. Juli 2016 gilt das Gesetz auch für Hausbesitzer, die ihr Haus vorübergehend vermieten möchten. Es gibt ungefähr drei Möglichkeiten, Ihr Haus vorübergehend zu vermieten: durch die diplomatische Klausel, durch den Rental Market Flow und durch das Vacant Property Act.

Gesetzesentwurf über den Fluss des Mietmarktes

Im April 2016 stimmte der Senat der Gesetzesvorlage von Doorstroming Huurmarkt zu. Diese Rechnung regelt eine Reihe von Dingen, die es für Hausbesitzer attraktiver machen sollen, ihr Haus vorübergehend zu vermieten. Es wird ein spezieller Mietvertrag für 2 Jahre für unabhängigen Wohnraum und 5 Jahre für nicht unabhängigen Wohnraum abgeschlossen. Nach dieser Frist endet ein Mietvertrag kraft Gesetzes. Es ist wichtig, dass der Vermieter den Mieter über diese drei Monate bis einen Monat im Voraus informiert. Das Gesetz ist seit dem 1. Juli 2016 in Kraft und gilt nur für Mietverträge, die nach dem 1. Juli geschlossen werden.

Mietschutz: Hausbesitzer zögern bei vorübergehender Anmietung

Mieter sind in den Niederlanden gut geschützt. Selbst bei befristeten Mietverträgen stellte sich heraus, dass es für Hausbesitzer sehr schwierig war, einen Mieter tatsächlich aus dem Haus zu bekommen. Dies führte dazu, dass die Vermieter es sehr ablehnten, ihr Haus vorübergehend zu vermieten. Infolgedessen waren Häuser manchmal unnötig leer, während gleichzeitig vielerorts in den Niederlanden Engpässe auf dem Wohnungsmarkt bestehen. Dies hat zu der Gesetzesvorlage über den Fluss des Mietmarktes geführt. Es ist jetzt möglich, Ihr Haus für maximal zwei Jahre zu vermieten, ohne das Risiko, dass ein Mieter nicht mehr aus dem Haus geht.

Befristete Anmietung durch die diplomatische Klausel

Die diplomatische Klausel gab es schon länger. Seinen Namen verdankt er der Tatsache, dass Diplomaten ihr Haus oft vorübergehend vermieten wollen, weil sie in der Regel nach einigen Jahren in die Niederlande zurückkehren. Durch die Aufnahme dieser Klausel in den Mietvertrag war es auch möglich, eine Immobilie vorübergehend zu vermieten, beispielsweise bei einem Auslandsaufenthalt. Eine der Bedingungen für die Kündigung des Mietvertrags auf der Grundlage der diplomatischen Klausel ist, dass der Vermieter wieder im Haus wohnen wird. In der Praxis war die diplomatische Klausel in den Gerichten jedoch nicht immer gültig. Mit der neuen Gesetzgebung ist der Vermieter auch bei der Anwendung der diplomatischen Klausel besser aufgestellt.

Befristete Vermietung auf der Grundlage des Flow of Rental Market Act

Der Eigentümer eines Hauses darf dieses nach diesem Gesetz für maximal 2 Jahre mieten. Der Vertrag endet automatisch nach der vereinbarten Frist. Der Vermieter muss dies dem Mieter mindestens einen Monat und höchstens drei Monate im Voraus bestätigen. Mieter und Vermieter können eine Verlängerung vereinbaren, der Mietvertrag gilt dann aber automatisch auf unbestimmte Zeit. Der Vermieter darf den Mietvertrag nicht vorzeitig kündigen.

Unterschiede zwischen Diplomatenklausel und Zeitvermietung auf Basis des Rental Market Flow

Es ist nicht so einfach herauszufinden, worin genau die Unterschiede zwischen den beiden Formen der vorübergehenden Vermietung bestehen. Es ist daher ratsam, einen Rechtsanwalt zu konsultieren, der auf Mietrecht spezialisiert ist. Auf der Grundlage von Informationen der Zentralregierung kann daraus geschlossen werden:
  • Mit einer diplomatischen Klausel kann der Vermieter den Mietvertrag vorzeitig kündigen, die Kündigungsfrist hängt davon ab, wie lange der Mieter im Haus wohnt. Bei einem befristeten Mietvertrag kann der Vermieter nicht vorzeitig kündigen.
  • Mit einer diplomatischen Klausel können Mieter und Vermieter eine Verlängerung vereinbaren, mit einem befristeten Mietvertrag bedeutet eine Verlängerung automatisch eine unbefristete Miete.
  • Mit einer diplomatischen Klausel kann der Vermieter die Miete nur kündigen, wenn er wieder im Haus wohnen möchte, bei vorübergehender Anmietung gilt das Erfordernis der Selbstversorgung nicht.
  • Bei einem befristeten Mietvertrag beträgt die maximale Laufzeit 2 Jahre, bei einer diplomatischen Klausel scheint die maximale Laufzeit nicht zu gelten.

Temporäre Vermietung auf der Grundlage der Leegstandwet

Die Leegstandwet besteht seit dem 1. Juli 2013 und ist für Hausbesitzer gedacht, die Schwierigkeiten haben, ihr Haus zu verkaufen. Die Leegstandwet gilt daher für Häuser, die zum Verkauf stehen. Eigenheimbesitzer dürfen ihr Haus nach diesem Gesetz vorübergehend zum Verkauf vermieten, ohne dass der Mieter Mietschutz beanspruchen kann. Hierfür muss eine Genehmigung bei der Gemeinde beantragt werden. Hausbesitzer können die Höhe der Miete selbst bestimmen und der Mieter muss auch bei der Besichtigung der Immobilie mitwirken. So können beispielsweise Hausbesitzer Doppelhypothekenzahlungen besser bewältigen. Die Vermietung über die Leegstandwet ist in der Regel für maximal 5 Jahre gestattet.

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