Die Aneurysmakontrolle kann viel weniger invasiv und schneller sein

Ein Aneurysma oder das Auftreten einer Ausbeulung der Blutgefäße im Gehirn ist eine Haupterkrankung. Nach dem Eingriff, mit dem die Behandlung durchgeführt wird, folgen langjährige Kontrollen. Nicht nur die Krankheit ist drastisch, sondern auch die anschließende Untersuchung. In diesem Sinne suchen Wissenschaft und Praxis ständig nach weniger belastenden Alternativen zu Untersuchungen wie diesen. In diesem Fall muss ein Katheter eingeführt werden, damit der Patient einen halben Tag im Krankenhaus bleiben muss. Die Doktorandin Joanna Schaafsma hat eine Alternative gefunden, die weniger Zeit in Anspruch nimmt, weniger radikal ist und auch weniger Geld kostet. Eine MRT-Untersuchung der Blutgefäße. Dies beinhaltet auch ein nahezu risikofreies Vorgehen. Krank zu sein oder eine langfristige Krankheit zu haben, ist elend genug. Aber es gibt oft auch die physische und psychische Belastung von Untersuchungen. Um dieses Problem zu verringern, sind Wissenschaft und Praxis ständig damit beschäftigt, die Forschung zu entlasten. Joanna Schaafsma beispielsweise promovierte am UMC Utrecht auf eine weniger invasive Art und Weise, um Patienten mit behandelten Aneurysmen zu untersuchen. Dies betrifft die zur Verifikation erforderlichen Untersuchungen.

Aneurysma und Follow-up

Was ist ein Aneurysma? Einfach ausgedrückt handelt es sich um eine ballonförmige Ausbuchtung der Blutgefäße im Gehirn. Eine solche Ausbuchtung wird häufig ausgefüllt. Dies geschieht mit dünnen Platindrähten, die als "Spulen" bezeichnet werden. Leider ist es mit dem Aneurysma nach dem Eingriff nicht vorbei. In den folgenden Jahren muss überprüft werden, ob die Spulen noch vorhanden sind. Die Überprüfung besteht aus einer Röntgenaufnahme der Hirngefäße. Hierzu muss ein Katheter durch die Arterie eingeführt werden. Zusätzlich erhält der Patient Kontrastmittel. Sie müssen außerdem einen halben Tag lang als Patient aufgenommen werden.

Schneller und billiger

Manchmal ist es wirklich möglich, die Pflege zeitsparender, kostengünstiger und stressfreier zu gestalten. Die oben beschriebene Röntgenuntersuchung, die als relativ zeitaufwendig, teuer und invasiv bekannt ist, scheint durch eine MRT-Untersuchung der Blutgefäße ersetzt zu werden. Dies reduziert auch das Risiko für den Patienten während der Untersuchung auf etwa Null. Die Entdeckung verdanken wir der Neurologin und Medizinerin Joanna Schaafsma. In einer Forschungsgruppe von 310 Patienten bildete sie mithilfe von Röntgenstrahlen in Kombination mit einer Katheteruntersuchung und einem MRT-Scan ein anderes Mal insgesamt 385 Aneurysmen mit eingesetzter Spule ab. Ihre Schlussfolgerung war, dass ein MRT-Scan ein sogenanntes Coiled-Aneurysma sowie Röntgenstrahlen zeigte. Röntgenstrahlen, die Sie aus gesundheitlichen Gründen möglichst sparsam einsetzen sollten, sind daher nicht erforderlich. Dies gilt auch für das Einbringen von Kontrastmittel.

Fast immer erreichbar

Da ein bestimmter gebräuchlicher Scannertyp und ein 1,5-Tesla-Scanner ausreichen, kommt diese Forschungsalternative für viele, wenn nicht praktisch alle Praktiker in Frage. Anstatt einen halben Tag im Krankenhaus zu verbringen, reicht in diesem Fall eine 30-stündige ambulante Untersuchung aus. Hinzu kommt, dass die Nachuntersuchung mit MRT-Scan günstiger ist und Schaafsma einen Service für alle bewiesen hat. "Nach dieser Studie haben wir am UMC Utrecht sofort damit begonnen, diese Patienten nach der Behandlung mit Spulen zu untersuchen", sagte Schaafsma. „Der MRT-Scan ist genauso gut wie die Katheteruntersuchung, hat aber keinen der Nachteile. Die Patienten sind sehr zufrieden damit. Sie erhalten jetzt einen ambulanten MRT-Scan, während sie zuvor für einen halben Tag eingeliefert werden mussten. "

Aneurysma: 1200 Patienten pro Jahr

Ein Aneurysma kann unentdeckt bleiben. Etwa drei von hundert Menschen oder drei Prozent der Bevölkerung haben ein Aneurysma im Gehirn. Bei langen Aneurysmen geben jedoch nicht alle Beschwerden oder werden reißen. Sogar dann gibt es ungefähr 1200 Leute jedes Jahr, die eine Gehirnblutung wegen eines gebrochenen Aneurysmas bekommen. Wenn ein Aneurysma reißt, kommt es leider zu einer sehr schweren Gehirnblutung. Obwohl etwa zwei Drittel der Patienten das Aneurysma noch überleben, gibt es viele Patienten, die aufgrund einer Hirnschädigung unter einer schweren Beeinträchtigung leiden. In den Niederlanden werden jährlich etwa 800 Patienten mit „Spiralen“ behandelt, von denen etwa 120 Personen am UMC Utrecht behandelt werden.

Lassen Sie Ihren Kommentar