Laxeer Kräuter, gut und schlecht

Laxantia gibt es schon so lange, wie es Menschen gibt. Diese abführenden Kräuter dienten nicht nur dazu, den Stuhl so schnell wie möglich aus dem Körper zu vertreiben, sondern wurden auch immer zur Förderung der Gesundheit im Allgemeinen verwendet. Sie waren die sogenannten blutreinigenden Pflanzen. Noch heute gibt es auf dem Markt Kräutermischungen und Kräuterpräparate wie schwedische Kräuter, die größtenteils aus Abführmitteln bestehen.

Ein bisschen Geschichte

Laxantia gibt es schon so lange, wie es große Zivilisationen gibt. Es ist bekannt, dass die alten Ägypter Rizinusöl aus dem Ricinus communis-Werk verwendeten. Eine Keilschrift auf einer Tontafel in Mesopotamien (600 v. Chr.) Lautet: Wenn Rizinusöl mit Bier gemischt wird, wird derjenige, der es trinkt, gereinigt und wiederhergestellt. So wurde dort auch Rizinusöl verwendet. Plinius und Dioscorides erwähnen den Rhabarber bereits kurz nach Beginn unserer Ära als Abführmittel, und Galenus (130-200 n. Chr.) Kennt die Abführmittel Leinsamen, Flachs und Rinde der Rinde. Die letzten vier Ressourcen werden noch heute verwendet. Pflanzliche Abführmittel können in zwei Gruppen unterteilt werden: Kontaktabführmittel und lose Abführmittel.

Kontakt Abführmittel

Die Kontaklaxantien fördern die Peristaltik durch chemische Stimulation der Darmwand und erhöhen den Wassergehalt der Fäkalien, indem sie die Resorption von Wasser und Salzen verringern oder deren Ausscheidung erhöhen. Rizinusöl ist das älteste bekannte, der Wirkstoff ist Ricinolsäure. Daneben gibt es verschiedene Pflanzen, die auf der Basis von Anthracenderivaten, Rhamnus-, Rheum- und Senna-Arten aktiv sind. Diese arbeiten nach 4 bis 12 Stunden.

Cassia, Rheum, Rhamnus und Anthrachinone

Es gibt zwei Arten von Senna: Cassia angustifolia aus Asien und Cassia senna (auch: Cassia acutifolia) aus Nordafrika. Senna alexandrina ist ein Name, der für beide Arten verwendet wird. Sowohl das Blatt als auch die Hülsen werden verarbeitet. Die Wirkstoffe, Sennoside, sind Dianthrone, die an Glucose gebunden sind. Diese Kopplung ist sehr wichtig, da sie sich gut in Wasser auflöst, was bedeutet, dass sie nicht im Dickdarm, sondern im Dickdarm wirkt. Im Dickdarm wird die Verbindung durch Enzyme in der Darmflora zum aktiven Metaboliten (Rhein-Anthron) verarbeitet. Die Rinde wird unter anderem von der Rhamnus-Art Vuilboom verwendet. Auch hier sind die Wirkstoffe an Glucose gebunden. Obwohl die Anthronformen die Wirkstoffe sind, sind sie in frischer Rhamnus-Rinde in einer so großen Menge vorhanden, dass sie Bauchkrämpfe verursachen können. Deshalb verkauften die Leute lieber getrocknete Rinden, die älter als ein Jahr waren. Durch die Lagerung oxidieren die Anthrone zu Anthrachinonen. Bei Einnahme werden diese dann teilweise durch die Darmflora wieder in Anthron umgewandelt. Aus dem russischen Rhabarber oder Rheum palmatum, einer Zierpflanze mit großen eingeschnittenen Blättern, wird die dicke, gelbliche Wurzel verwendet.
Bei der Verwendung von Anthrachinonderivaten besteht die Gefahr, dass der Anwender in einen Teufelskreis gerät, wodurch die Blockade nicht beseitigt, sondern aufrechterhalten oder verschärft wird. Bei längerer und übermäßiger Anwendung kann neben einer Hypokaliämie (Kaliummangel) auch eine Pseudo-Melanosis coli, eine gutartige Verfärbung des Dickdarms, auftreten.
Diese anthrachinonhaltigen Kräuter werden im Bereich der Selbstmedikation nach wie vor zu häufig eingesetzt, beispielsweise beim Abnehmen von Tee, Kräutern und schwedischen Kräutern. Sie werden daher oft viel zu lange verwendet. Während sie nur für den kurzfristigen Einsatz bei akuter Verstopfung geeignet sind.

Schüttgifte, sogenannte Schleimpflanzen

Volumensteigernde Abführmittel, auch als Bulk-Abführmittel bezeichnet, wirken weniger schnell (2 bis 3 Tage), sind jedoch aufgrund ihrer viel höheren Sicherheit vorzuziehen. Der Effekt beruht auf einer mechanischen und chemischen Stimulation der Darmwand und einer Erweichung der Fäkalien. Beispiele für Bulk-Klaxantien sind Kleie, Leinsamen, Flohsamen (Psylliumsamen), Sterculi Gum oder Methylcellulose (Tapetenkleister). Die Wirkung der Pflanzenprodukte wird durch lange, schwer abbaubare Polysaccharidketten erreicht. Diese halten Wasser zurück und lassen das Produkt aufquellen. Die Polysaccharide (Kohlenhydrate) werden teilweise von der Darmflora abgebaut, wobei organische Säuren (Propion-, Butter-, Essig- und Milchsäure, die den pH-Wert senken) sowie Gase einschließlich CO2 freigesetzt werden, was wiederum auch den Darminhalt erhöht.
Offiziell am häufigsten verwendet wird Psyllium oder Flohsamen, es ist der Samen einiger weniger Wegericharten, hauptsächlich Plantago psyllium, Plantago arenaria und Plantago ovata. Unsere native Plantago lanceolata enthält viel weniger Schleim, kann aber auch in größeren Mengen verwendet werden.
Die Dosierung von Vlozaad besteht darin, 10 g Samen in 100 g Wasser zu legen, Wasser mit Samen zu trinken und weitere 200 ccm Wasser zu trinken. 4 Tage lang zweimal täglich anwenden.
Es kann klar sein, dass lose Abführmittel (Flohsamen) Abführmitteln bei weitem vorzuziehen sind. Diese weichen Abführmittel können auch bei anderen Darmproblemen wie einem spastischen Dickdarm nützlich sein, aber auch bei Altersdiabetes und hohem Cholesterinspiegel.

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