Die Bedeutung der Sint-Maarten-Partei

Die St. Maarten Party wird in weiten Teilen der Niederlande und in Belgien gefeiert. Kinder gehen dann zu den Häusern und singen ein Lied, um Süßigkeiten oder Obst zu sammeln. In einigen Dörfern wird auch eine Sammlung für einen guten Zweck aufbewahrt. Aber wo kommt die Party eigentlich her? Wer war St. Maarten und warum laufen die Leute mit einer Laterne?

Inhaltsverzeichnis

Quelle: Immanuel Giel, Wikimedia Commons (gemeinfrei)

Heiliger Martin

Im Jahr 316 wurde Martinus in Ungarn geboren. Sein Vater war Soldat in der römischen Armee und Martin wurde daher nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt. Aber Martinus war nicht wie sein Vater. Er war ein ruhiger Junge und interessierte sich sehr für das Christentum. Sein Vater wollte nichts davon wissen und schickte ihn zur römischen Armee. Er würde wie sein Vater Soldat werden und sich nicht mehr mit dem Christentum befassen. Nachdem er eine Weile in Italien stationiert war, wurde er nach Gallien (Frankreich) versetzt
Ein Bettler saß vor dem Tor der Stadt Amiens, als Marinus dort ankam. Dieser Bettler bat Martinus um etwas Geld (Almosen), aber Martinus selbst hatte kein Geld zum Ausgeben. Er hatte einen roten Umhang von der Armee. Er durfte dem Bettler diesen Umhang nicht in seiner Gesamtheit geben. Stattdessen schnitt Martin mit seinem Schwert die Hälfte des Umhangs ab und reichte ihn dem Bettler.

Legende

Die Legende von Sint-Marinus besagt, dass Marinus in dieser Nacht einen Traum vom Bettler hatte. Dieser Bettler erwies sich als Jesus Christus. Aufgrund dieses Traums beschloss Marinus, nicht mehr in der Armee zu bleiben und sich taufen zu lassen. In den folgenden Jahren lebte er als Einsiedler. Vielen Leuten in der Gegend zufolge war er ein frommer Mann und gab den Bewohnern der Gegend Rat und Hilfe, wenn sie es brauchten. Gegen Martinus 'Willen folgten ihm immer mehr Menschen und so entstand der erste Mönchsorden in Westeuropa.

Bischof

Im Jahr 371 wurde Martinus von den Einwohnern von Tours zum Bischof ernannt, nachdem der frühere Bischof verstorben war. Viele Jahre konnte er das Leben des Bistums und des Einsiedlers verbinden. Als Bischof reiste er ausgiebig durch Europa, um Menschen zum Christentum zu konvertieren. 397 starb Martinus an Fieber und wurde am 11. November in Tours beigesetzt.

11. November

Der 11. November ist das Todesdatum von Martinus und gleichzeitig auch der Namenstag von Sint-Martinus. Kurz nach seinem Tod wurde dieses Datum ein Feiertag zu Ehren von Bischof Martinus van Tours. Neben seinem Sterbedatum und St. Maarten gibt es an diesem Tag jedoch noch weitere Feiertage und Gedenkfeiern.
  • Tag des Waffenstillstands: Ende des Ersten Weltkriegs und Nationalfeiertag in Frankreich und Belgien
  • Festtag der Insel Sint Maarten
  • Beginn der Karnevalssaison
  • Nationaler Frauentag in Belgien
  • Gedenktag in Großbritannien und das Common Best
  • Veteranentag in den Vereinigten Staaten
  • Polnischer Unabhängigkeitstag (1918)
  • Unabhängigkeitstag von Angola (1975)
  • Festtag des Heiligen Martin von Tours
  • Festtag des Heiligen Bartholomäus von Rossano
  • Fest des Heiligen Bertwin (aus Malonne)
  • Festtag des Heiligen Menas von Alexandria
Quelle: Lachmann, Hans, Wikimedia Commons (CC BY-SA-3.0)

Die Sint-Maarten-Party

In einem großen Teil der Niederlande wird der heilige Martin jedes Jahr am 11. November gefeiert. Kinder gehen dann mit Laternen durch die Straßen und klingeln an Häusern. Hier singen sie ein Lied und bekommen eine Belohnung dafür. Dies ist in der Regel Süßigkeiten, aber Obst wird auch regelmäßig gegeben.

Die Laterne

Der genaue Grund für die Laterne ist nicht klar. Ein schottischer Anthropologe geht davon aus, dass dieses Symbol einen heidnischen Hintergrund hat. Vor der Ankunft des Christentums in Westeuropa gab es ein Ritual, das die Fruchtbarkeit kennzeichnete. Ein "heiliges" Feuer zu tragen würde den Frauen Wohlstand bringen. Die katholische Kirche soll diese Tradition übernommen haben, um das Volk als Freund zu halten.
Andere Forscher behaupten, dass die Laterne sicherlich einen christlichen Hintergrund hat und sicherlich nicht heidnisch ist. Folgendes steht im Lukasevangelium (11,33): Niemand zündet eine Lampe an und stellt sie in den Keller oder unter den Scheffel, sondern auf den Ständer, damit diejenigen, die eintreten, das Licht sehen. In vielen katholischen Kirchen wird dieser Teil des Evangeliums jedes Jahr am 11. November während der Messe wiederholt.

Nimm Süßigkeiten mit

Sint Maarten war schon immer eine Bettelparty. Diese Party findet kurz vor dem Winter statt und viele Menschen mussten betteln, um genug zu essen und zu trinken und sich anzuziehen, bevor der Winter wirklich begann.

Tradition

Vor 1920 waren insbesondere die Reichen mit dieser Bettelpartei nicht einverstanden. Ihre Kinder durften nicht wegen Leckereien an den Türen vorbeigehen. Sint-Maarten wurde erst nach 1920 zur Tradition. Im Zweiten Weltkrieg wurden Laternen aus Kohlrabi, Zuckerrüben oder Futterrüben hergestellt. Sowohl die Deutschen als auch die Iren und Amerikaner haben eine Tradition, die in etwa unserer in den Niederlanden entspricht.
In den Vereinigten Staaten und in Irland hohlen sie Kürbisse (Jack-o-Laterne) aus und verwandeln die Außenseite in ein Gesicht mit Kerzen. Die Kinder gehen auch an den Türen vorbei und holen Süßigkeiten ab. Bei den Deutschen haben sie die Rübengeistern. Auch Rübengeister genannt. Sie machen Laternen aus Rüben.
In jedem Fall hat diese Tradition der "Esslaternen" mit der Ernte und dem Erntefest zu tun. Auch wenn sie bei anderen Parteien eingesetzt werden. Der Ursprung geht auf die Erntefeste zurück, die im Oktober und November stattfinden.

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