Giftstoffe im Haus

Giftstoffe im Haus? Die Idee allein braucht die Kehle eines Menschen. Studien zeigen jedoch, dass Menschen auch im Wohnzimmer vielen Chemikalien ausgesetzt sind, die beim Bau oder der Herstellung von Möbeln verwendet wurden oder die bei Reinigungs- und Hobbyaktivitäten freigesetzt werden. Wie können sie erkannt und beseitigt werden?

Krankmacher im Haus

Schadstoffe in unserem Haus bedrohen zunehmend unsere Gesundheit. Man kann denken an:

Gesundheitsbeschwerden durch giftige Substanzen im Haushalt

Die hermetisch abgeschlossene Karkasse von neuen oder renovierten Häusern verhindert, dass Verunreinigungen schnell entweichen. Die möglichen Folgen sind:
  • Kopfschmerzen;
  • Übelkeit;
  • Reizung von Augen und Schleimhaut;
  • Schlafstörungen;
  • Atemprobleme;
  • Nervosität.

Je nach Empfindlichkeit des Menschen sowie Art und Konzentration der Giftstoffe können die gesundheitlichen Beschwerden sehr unterschiedlich sein.

Auffinden giftiger Substanzen im Haushalt

Selbst wenn bestimmte typische Symptome auftreten, ist es nicht immer möglich, die Ursache herauszufinden. Denn mit speziellen Geräten können Sie Schadstoffe in Ihrem Haushalt nicht einfach messen. Jeder Stoff, der zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung führen kann, muss daher speziell untersucht werden. Eine gezielte Recherche hilft uns aber oft nicht weiter.
Bei Problemen mit Schadstoffen kann manchmal (begrenzte) Hilfe von kommunalen Beratungsunternehmen oder von spezialisierten privaten Stellen in Anspruch genommen werden. Als Mieter oder Eigenheimbesitzer ist es daher besser, mögliche Gefahren selbst zu kennen, um gefährliche Stoffe so weit wie möglich aus dem Wohnzimmer zu verbannen. In diesem Zusammenhang lohnt sich der Beitrag "Gesund leben, worauf Sie achten sollten".

Welche Substanzen können zu Beschwerden führen?

Der Begriff "Heimtoxine" umfasst verschiedene Stoffe und Stoffgruppen wie:
  • Formaldehyde;
  • Lösungsmittel in Farben;
  • Reinigungs- und Reinigungsmittel;
  • Pestizide;
  • Tabakrauch.

Dies umfasst je nach Definition auch die biologische Luftverschmutzung im Haushalt wie Fasern, Staub und elektromagnetische Felder.

Wechselwirkung toxischer Substanzen

Es ist beruhigend, dass von den rund 40.000 verschiedenen Substanzen, die in modernen Wohnräumen vorkommen, die meisten nicht gesundheitsschädlich sind. Glücklicherweise kommen die meisten Substanzen selten in Konzentrationen vor, die für den Menschen akut toxisch sind. Für die Entstehung von Beschwerden ist oft nicht nur ein Stoff verantwortlich, sondern das Zusammenspiel verschiedener Einflüsse.

Oft gesundheitliche Probleme nach Umzug

Der Verdacht auf ein toxisches Problem besteht hauptsächlich, wenn nach einem Umzug plötzlich unerwartete Gesundheitsprobleme auftreten, z. B. nachdem das Haus gestrichen, neue Bodenbeläge verlegt oder neue Möbel gekauft wurden.
Wenn sich der Gesundheitszustand außerhalb des Hauses bessert, können folgende Arten von „Heimgiften“ die Ursache sein: giftige Substanzen in Farben, Lacken, Klebstoffen, Kunststoffböden, Isoliermaterial, aber auch Möbel aus Sperrholz und Spanplatten. Diese sogenannten flüchtigen organischen Verbindungen können nach dem Trocknen unangenehme Gerüche oder Beschwerden verursachen und die Atemwege oder die Augen reizen.

Passives Rauchen

Tabakrauch ist eine der wichtigsten Quellen für die Luftverschmutzung in Innenräumen. Das Einatmen von Tabakrauch kann zu Schleimhaut- und Atemwegsreizungen führen und das Risiko für Lungenkrebs erhöhen. Kinder sind besonders gefährdet. Luft daher häufiger als gewöhnlich, ggf. Luftreinigungsgeräte verwenden, draußen rauchen oder besser gar nicht.

Pestizide

Man würde es nicht vermuten, aber Pestizide, die hauptsächlich in der Landwirtschaft verwendet werden, finden sich auch in Wollteppichen und in Insektensprays. Vermeiden Sie diese nach Möglichkeit und bevorzugen Sie natürliche Pestizide wie:
  • Gerüche gegen Motten;
  • Zitronenöl gegen Mücken;
  • Lavendelöl gegen Ameisen.

Biologische Kontamination

Hierzu gehört insbesondere die Hausstaubmilbe. Dies ist hauptsächlich in Matratzen, Bettzeug und Teppichen zu finden und kann Erkältungs-, Asthma- oder Hautausschlagssymptome verursachen. Niedrigere Luftfeuchtigkeit und eine höhere Raumtemperatur können das Problem lindern.
Neben Pilzen und Hausstaubmilben gehören Haustiere zu den häufigsten Auslösern von Allergien im Wohnzimmer. Bei Schimmelpilzen liegt die Ursache in der Regel in einer unzureichenden Belüftung. Wenn Sie allergisch gegen Tiere (Haare, Speichel, Urin) sind, gibt es nur eine Lösung: Haustiere aufgeben.

Asbest

Wenn diese natürlichen Mineralfasern durch die Atmung in die Lunge eindringen, erhöhen sie das Risiko für Lungenkrebs. Heute sind asbesthaltige Produkte verboten. Gehen Sie beispielsweise vorsichtig mit beschädigten Novilon-Böden um, die vor 1979 hergestellt wurden. In diesem Fall wird eine professionelle Beratung durch eine Asbestsanierungsfirma dringend empfohlen.

Elektromagnetische Felder

Sogenannter Elektrosmog, künstlich erzeugte elektrische und magnetische Felder, ist in jedem Haushalt allgegenwärtig. Es ist noch unklar, welche Gesundheitsprobleme zu elektromagnetischer Verschmutzung führen. Im Gegensatz zu Magnetfeldern sind elektrische Felder leicht abzuschirmen. Ein sparsamerer Umgang mit Strom und ein bewussterer Umgang mit Elektrogeräten können nichts anrichten.

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