Kündigungsfrist Arbeitsvertrag Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Möchte der Arbeitgeber oder Arbeitnehmer den Arbeitsvertrag kündigen, ist eine Kündigungsfrist einzuhalten. In diesem Artikel: Die Kündigungsfrist für befristete und unbefristete Verträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Ein Arbeitsvertrag kann auf verschiedene Arten enden.
  • per Gesetz: Der Vertrag läuft aus.
  • im gegenseitigen Einvernehmen
  • durch Auflösung durch das Amtsgericht
  • durch Stornierung

Im Falle einer Kündigung ist die Kündigungsfrist einzuhalten. Es gibt keine Kündigungsfrist, wenn der Arbeitnehmer mit sofortiger Wirkung entlassen wird oder wenn der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer während der Probezeit kündigt.

Kündigungsfrist des Mitarbeiters

Die Kündigungsfrist für einen Arbeitsvertrag für den Arbeitnehmer beträgt einen Monat. Diese Frist kann schriftlich verlängert oder verkürzt werden, darf jedoch nicht länger als sechs Monate dauern. Bei einer längeren Kündigungsfrist des Arbeitnehmers gilt für den Arbeitgeber eine doppelte Kündigungsfrist.

Kündigungsfrist Arbeitgeber

Die Kündigungsfrist, die der Arbeitgeber einhalten muss, hängt von der Anzahl der Dienstjahre des Arbeitnehmers ab.
Anzahl der Dienstjahre für den MitarbeiterKündigungsfrist Arbeitgeber
weniger als 51 Monat
5 - 102 Monate
10-153 Monate
15-204 Monate

Kündigungsfrist in der Probezeit

Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer können während der Probezeit sofort kündigen. Die Probezeit muss schriftlich vereinbart worden sein und darf zwei Monate nicht überschreiten.

Kündigungsfrist für einen befristeten Arbeitsvertrag

Oben haben wir einen unbefristeten Arbeitsvertrag übernommen: einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Der Zeitraum kann aber auch im Voraus festgelegt werden, beispielsweise wenn es sich um ein Projekt oder einen Ersatz während einer Krankheit handelt. Ein befristeter Vertrag endet kraft Gesetzes ("automatisch") nach dem Zeitraum, für den er abgeschlossen wurde. Es ist keine Kündigungsfrist erforderlich. Ein Ferienarbeiter kann theoretisch am Montag zurücktreten und am nächsten Tag nicht mehr bei der Arbeit erscheinen.
Die zuständige Behörde kann jedoch zum Nachteil des Arbeitnehmers von den vorstehenden Bestimmungen abweichen. Auf diese Weise kann sich der Arbeitgeber durch eine Kündigungsfrist schützen. Eine vorzeitige Kündigung ist nur möglich, wenn dies schriftlich vereinbart wurde und für beide Parteien gilt.

Entlassungserlaubnis

Der Arbeitgeber benötigt eine Kündigungserlaubnis, um einen Vertrag auf unbestimmte Zeit zu kündigen. Ohne eine Entlassungserlaubnis kann die Entlassung aufgehoben werden, das heißt, sie ist ungültig.

Rücktritt ohne Vorankündigung

Wenn Sie ohne Einhaltung der Kündigungsfrist zurücktreten, können sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer in Schwierigkeiten geraten. Für den Arbeitnehmer gilt, dass der Arbeitgeber ein Verfahren vor dem Amtsrichter einleiten kann. Bei einer Kündigungsfrist von einem Monat kann der Arbeitnehmer mit einem Monatsgehalt belegt werden.

Lassen Sie Ihren Kommentar